„Schreibe sofort ... sofort ... daß ich die Mörserkeule ergriffen habe, ‚um hinzulaufen und meinen Vater zu erschlagen, Fedor Pawlowitsch ... durch einen Schlag auf den Schädel!‘ Nun, sind Sie jetzt zufrieden, meine Herren? Hat jetzt Ihre liebe Seele Ruh?“ fragte er mit herausforderndem Blick auf den Untersuchungsrichter und den Staatsanwalt.

„Wir begreifen sehr gut, daß Sie diese Worte soeben in der Gereiztheit und im Ärger über uns und unsere Fragen gesprochen haben, – über die Fragen, die wir an Sie stellen, und die Sie für Fußangeln oder lächerliche Hintergedanken halten, die aber in Wirklichkeit von großer Wichtigkeit sind und nur zur Sache führen,“ gab der Staatsanwalt trocken zur Antwort.

„Aber erbarmen Sie sich, meine Herren! Ja, ich habe eine Mörserkeule ergriffen ... Nun, wozu nimmt man zuweilen, wenn man erregt ist, irgendeinen Gegenstand in die Hand? Ich weiß nicht, wozu. Ich nahm das Ding und lief hinaus. Und das ist alles. Das ist doch wirklich ... Meine Herren, passons, oder ich schwöre Ihnen, ich sage kein Wort mehr!“

Er setzte den Ellenbogen auf die Tischkante und stützte den Kopf in die Hand. So saß er, halb abgewandt von ihnen und bemühte sich, zur Wand blickend, das in ihm aufsteigende schlechte Gefühl niederzuringen. Er wollte am liebsten sofort aufstehen und erklären, daß er kein Wort mehr sagen werde, „bringen Sie mich meinetwegen aufs Schafott!“

„Meine Herren,“ sagte er plötzlich, nur mit Mühe sich bezwingend, „sehen Sie, ich höre Sie fragen, und es kommt mir dabei vor, wie ... Wissen Sie, ich habe zuweilen einen Traum, sehr oft sogar ... einen ganz besonderen Traum ... Mir träumt, daß mich jemand verfolgt, irgend jemand, vor dem ich mich entsetzlich fürchte, er verfolgt mich in der Dunkelheit, in der Nacht, sucht mich, und ich verstecke mich vor ihm hinter der Tür oder hinter einem Schrank, verstecke mich in ganz erniedrigender Weise, und die Hauptsache ist, er weiß ganz genau, wo ich mich vor ihm verstecke, aber er tut absichtlich, als wüßte er nicht, wo ich bin, er verstellt sich, um mich länger zu quälen, um sich an meiner Angst zu weiden ... Und so machen auch Sie es jetzt! Genau so!“

„Also solche Träume haben Sie?“ erkundigte sich der Staatsanwalt.

„Ja, solche Träume ... Aber wollen Sie das vielleicht nicht auch niederschreiben?“ fragte Mitjä mit boshaft verzogenem Lächeln.

„Nein, das wollen wir nicht niederschreiben, aber immerhin haben Sie doch interessante Träume.“

„Jetzt aber ist es kein Traum mehr! Das ist der Realismus, meine Herren, der Realismus des Lebens! Ich bin der Wolf, Sie sind die Jäger, nun, so hetzen Sie mich denn!“

„Sie haben ganz grundlos diesen Vergleich gemacht ...“ wollte der Untersuchungsrichter mit außerordentlich sanfter Stimme beginnen, doch Mitjä unterbrach ihn.