Weiterhin erfuhren die Juristen von ihr noch, daß Mitjä ihr im ganzen letzten Monat häufig gesagt hatte, daß er kein Geld habe. „Er hoffte aber immer, von seinem Vater welches zu erhalten,“ schloß Gruschenka.
„Aber hat er nicht einmal in Ihrer Gegenwart gesagt ... oder vielleicht flüchtig irgendwie angedeutet,“ fiel sofort Neljudoff ein, „daß er eventuell seinen Vater erschlagen wolle?“
„Ach, leider hat er es gesagt!“ sagte Gruschenka aufseufzend.
„Einmal oder des öfteren?“
„Des öfteren hat er es gesagt, doch immer nur dann, wenn er aufgebracht oder zornig war.“
„Und haben Sie geglaubt, daß er es ausführen werde?“
„Nein, niemals habe ich das geglaubt!“ antwortete sie mit fester Stimme. „Ich habe immer auf seine edle Gesinnung gehofft.“
„Meine Herren, erlauben Sie mir,“ rief plötzlich Mitjä dazwischen, „erlauben Sie, daß ich in Ihrer Gegenwart nur ein Wort zu Agrafena Alexandrowna sage?“
„Sprechen Sie,“ – Neljudoff erlaubte es ihm.
„Agrafena Alexandrowna,“ sagte, sich vom Stuhl erhebend, Mitjä, „glaube Gott und mir: An dem Blute meines gestern erschlagenen Vaters bin ich nicht schuldig, ich bin unschuldig daran!“