„Eine schwarze Nase hat er, das bedeutet, daß er zu den bösen, den Kettenhunden gehört,“ sagte ernst und gewichtig Koljä, als ob es sich nur um den Hund und die schwarze Nase handelte. In Wirklichkeit aber bekämpfte er immer noch sein Gefühl, um nicht wie ein „Kleiner“ in Tränen auszubrechen; er konnte sich noch immer nicht beherrschen. „Wenn der groß wird, muß er an die Kette kommen, das weiß ich.“

„Er wird riesig groß werden!“ rief einer von den Knaben aus.

„Sicher!“

„Ein Bullenbeißer, der wird so groß wie ein Kalb,“ ertönten mehrere Stimmen durcheinander.

„Wie ein Kalb, wie ein echtes Kalb!“ fuhr plötzlich der Hauptmann dazwischen, „ich habe absichtlich einen so bösen ausgesucht, den allerbösesten, auch seine Eltern sind groß und böse, ungefähr so hoch vom Fußboden ... Setzen Sie sich hierher aufs Bett zu Iljuscha, oder wenn nicht dorthin, dann hier auf die Truhe. Wir bitten ergebenst, unser werter Gast ... langersehnter Gast ... Waren Sie mit Alexei Fedorowitsch zusammen?“

Krassotkin setzte sich aufs Bettchen zu Iljuschas Füßen. Er hatte sich unterwegs zurecht gelegt, womit er das Gespräch beginnen sollte, doch hatte er jetzt ganz den Faden verloren.

„Nein ... ich bin mit Pereswonn ... Ich habe jetzt einen Hund, Pereswonn. Ein slawischer Name. Er wartet dort ... wenn ich pfeife, stürzt er sofort herein. Ich habe nämlich auch einen Hund,“ – er wandte sich hastig zu Iljuscha – „erinnerst du dich noch Shutschkas, Freund?“ platzte er plötzlich mit der Frage heraus, die dem Kranken wie Feuer durch Mark und Bein fuhr.

Iljuschas Gesichtchen verzog sich. Gequält sah er Koljä in die Augen. Aljoscha, der an der Tür stand, runzelte die Stirn und wollte Koljä abwinken, daß er nicht von Shutschka sprechen solle, aber der bemerkte es nicht oder wollte es nicht bemerken.

„Wo ist ... Shutschka?“ fragte Iljuscha mit versagender Stimme.

„Nun, Bruder, dein Shutschka ist perdu! Der ist nicht mehr zu finden.“