„In Ihnen ist heute etwas Boshaftes und zugleich doch auch Aufrichtiges,“ sagte Aljoscha, und lächelte ihr zu.

„Das Aufrichtige ist, daß ich mich nicht vor Ihnen schäme. Und nicht nur das, ich will mich nicht einmal vor Ihnen schämen, gerade vor Ihnen nicht. Aljoscha, sagen Sie, warum achte ich Sie nicht? Ich liebe Sie sehr, aber ich kann Sie nicht achten. Wenn ich Sie achtete, so würde ich doch nicht so ohne Scham mit Ihnen reden, das ist doch so?“

„Ja, das wäre so.“

„Aber glauben Sie auch, daß ich mich nicht vor Ihnen schäme?“

„Nein, das glaube ich nicht.“

Lisa lachte wieder nervös auf. Sie sprach schnell und sich überhastend.

„Ich habe Ihrem Bruder Dmitrij Fedorowitsch Konfekt ins Gefängnis geschickt. Aljoscha, wissen Sie auch, wie reizend Sie sind? Ich werde Sie schrecklich lieben, und zwar deswegen, weil Sie mir so schnell erlaubt haben, Sie nicht zu lieben.“

„Warum haben Sie mich heute zu sich gerufen, Lise?“

„Ich wollte Ihnen nur einen meiner Wünsche mitteilen, den ich jetzt beständig habe. Ich will, daß mich jemand foltere, mich heiratete und dann folterte, betröge, mich verließe und fortginge. Ich will nicht glücklich sein!“

„Sie haben die Unordnung lieb gewonnen?“