„Nein.“
„Es ärgert Sie schrecklich, daß ich nicht von Heiligem mit Ihnen spreche. Ich will nicht heilig sein. Sagen Sie, was geschieht mit einem in jener anderen Welt, was wird dort für die ärgste Sünde mit uns getan? Das müssen Sie doch ganz genau wissen.“
„Gott richtet,“ sagte Aljoscha, der sie aufmerksam beobachtete.
„Das ist gut, so will ich es auch haben. Ich würde hinkommen, und sie alle würden mich dort verurteilen, und ich würde ihnen dann ins Gesicht lachen. Ich will schrecklich gern etwas anzünden, Aljoscha, am liebsten unser Haus, – Sie glauben es mir nicht?“
„Warum nicht? Es gibt sogar kleine Kinder, die noch nicht einmal zwölf Jahre alt sind und doch denselben Wunsch haben. Und schließlich zünden sie auch tatsächlich etwas an. Es ist eine Art Krankheit.“
„Das ist nicht wahr, das ist nicht wahr, mögen das Kinder tun, davon rede ich nicht.“
„Sie halten das Böse für gut. Das ist nur eine vorübergehende Krise, an der vielleicht Ihre frühere Krankheit schuld ist.“
„Aha, Sie verachten mich also! Nein, ich will einfach nichts Gutes tun, ich will nur Böses tun, und von Krankheit ist hier keine Spur.“
„Warum wollen Sie denn Böses tun?“
„Einfach damit nichts mehr übrigbleibt. Ach, wie schön das wäre, wenn nichts mehr übrig bliebe! Wissen Sie, Aljoscha, ich nehme mir zuweilen vor, schrecklich viel Böses zu tun und alles, was es nur Schlechtes gibt, und ich werde es lange, lange ganz heimlich tun, und dann plötzlich werden es alle erfahren. Alle werden sie mich umringen und mit den Fingern auf mich weisen, ich aber werde sie alle ansehen. Das ist sehr angenehm. Warum ist das so angenehm, Aljoscha?“