Im Saale wurde es totenstill, man schien gleichsam etwas ... etwas vorauszufühlen!
Der Vorsitzende wurde unruhig.
„Sie ... fühlen sich vielleicht noch nicht ganz wohl?“ fragte er unsicher und suchte mit den Augen den Gerichtsvollstrecker.
„Beunruhigen Sie sich nicht, Ew. Exzellenz, ich fühle mich ganz wohl und kann Ihnen etwas sehr Interessantes mitteilen,“ antwortete ihm Iwan Fedorowitsch plötzlich völlig ruhig und ehrerbietig.
„Sie haben also eine besondere Mitteilung zu machen?“ fragte der Vorsitzende immer noch etwas mißtrauisch.
Iwan Fedorowitsch sah wieder zu Boden, zögerte einige Sekunden lang, erhob aber dann seinen Kopf und sagte gleichsam etwas stockend:
„Nein ... ich habe nichts ... Ich habe nichts Besonderes.“
Darauf wurden ihm Fragen vorgelegt. Er antwortete ersichtlich ungern, gezwungen, kurz, sogar mit offenbarem Widerwillen, der sich bei ihm mit jedem Wort noch zu steigern schien – obgleich er übrigens noch ganz verständig antwortete. Auf viele Fragen erklärte er, von den Dingen nicht unterrichtet zu sein. Auch von den Abrechnungen des Vaters mit Dmitrij Fedorowitsch wußte er nichts. „Ich habe mich nicht damit beschäftigt,“ sagte er kurz. Drohungen des Angeklagten gegen den Vater hatte er gehört. Vom Geldpaket hatte er durch Ssmerdjäkoff erfahren ...
„Alles ein und dasselbe,“ unterbrach er sich plötzlich, ersichtlich ganz erschöpft, „ich habe dem Gericht nichts Besonderes mitzuteilen.“
„Ich sehe, daß Sie sich nicht wohl fühlen und begreife Ihre Gefühle ...,“ bemerkte der Vorsitzende, und er wollte sich schon an die Parteien wenden, an den Staatsanwalt und den Verteidiger, mit der Aufforderung, wenn sie es für nötig hielten, an ihn Fragen zu stellen usw. ... als plötzlich Iwan Fedorowitsch mit erschöpfter Stimme sich an ihn wandte: