„Lieber das ganze Leben lang Qual!“
„Nein, Sie müssen kommen, Sie müssen es tun!“ sagte Aljoscha wieder unerbittlich.
„Aber warum denn heute, warum jetzt ... Ich kann den Kranken nicht allein lassen ...“
„Auf einen Augenblick können Sie es sehr wohl. Zu diesem Ausgang brauchen Sie doch nur wenige Minuten. Wenn Sie nicht kommen, wird er noch vor Anbruch der Nacht gleichfalls an einem Nervenfieber erkranken. Ich will Sie doch nicht belügen. Oh, so haben Sie doch Erbarmen!“
„Haben Sie vielmehr mit mir Erbarmen!“ sagte Katjä bitter, und Tränen rollten über ihre Wangen herab.
„Also Sie werden kommen!“ sagte Aljoscha überzeugt, als er ihre Tränen sah. „Ich werde vorausgehen und ihm sagen, daß Sie sogleich kommen werden ...“
„Nein, um Gottes willen, sagen Sie ihm nur das nicht!“ unterbrach ihn Katjä erschrocken. „Ich werde kommen, aber sagen Sie es ihm nicht vorher, denn ... Ich werde kommen, aber ich weiß noch nicht, vielleicht werde ich ... auch gar nicht ... eintreten ... Ich weiß noch nicht ...“
Die Stimme versagte ihr. Sie atmete schwer. Aljoscha erhob sich, um fortzugehen.
„Aber wenn ich dort ... jemanden treffe?“ fragte sie plötzlich leise, indem sie wiederum erbleichte.
„Darum ist es unbedingt nötig, daß Sie sofort kommen, damit Sie dort niemanden antreffen. Es wird niemand bei ihm sein, Sie können es mir glauben. Wir werden Sie also erwarten,“ sagte er mit fester Stimme und verließ das Zimmer.