Martha lachte fein und fröhlich, so wie ein gut gesittetes Kind lachen muß. Die Werschina hatte alles schnell und eintönig erzählt, als streute sie die Worte, — so pflegte sie immer zu sprechen, — plötzlich schwieg sie still, saß ganz ruhig da und lächelte mit dem einen Mundwinkel, dabei legte sich ihr dürres, dunkles Gesicht in lauter Falten und ihre vom Zigarettenrauchen geschwärzten Zahnreihen waren leicht geöffnet. Peredonoff dachte nach und auf einmal lachte er. Das war immer so. Er verstand einen Witz nie gleich, er war schwerfällig und stumpf für neue Eindrücke.
Die Werschina rauchte eine Zigarette nach der andern. Ohne Zigaretten konnte sie nicht leben.
„Wir werden bald Nachbarn sein,“ erklärte Peredonoff.
Die Werschina warf einen schnellen Blick auf Martha. Diese wurde ein wenig rot, blickte in banger Erwartung auf Peredonoff und sah dann sofort wieder in den Garten.
„Sie ziehen um?“ fragte die Werschina, „warum denn?“
„Ich lebe zu weit vom Gymnasium,“ erklärte Peredonoff.
Die Werschina lächelte ungläubig. Sie dachte nämlich, daß Peredonoff in die Nähe von Martha ziehen wolle.
„Aber Sie leben doch schon seit einigen Jahren in der Wohnung,“ sagte sie.
„Außerdem ist meine Wirtin ein Aas,“ sagte Peredonoff wütend.
„Wirklich?“ fragte die Werschina ungläubig und lächelte schief.