Weriga strich die Asche von der Zigarre und fixierte Peredonoff liebenswürdig, doch fast allzu aufmerksam. Peredonoff wurde verlegen, stierte in die Ecke und sagte:

„Die Bezirksschulen müssen stramm gehalten werden.“

„Ja, ja, strammer,“ sagte Weriga abwartend.

Und er blickte auf seine glimmende Zigarre, so als bereite er sich vor, einer langen Erörterung zuzuhören.

„Die Lehrer dort sind Nihilisten,“ sagte Peredonoff, „und die Lehrerinnen glauben nicht an Gott. Sie schnauben sich sogar in der Kirche.“

Weriga blickte schnell auf und sagte lächelnd:

„Na wissen Sie, ab und zu ist das notwendig.“

„Ja, aber manche trompeten geradezu, so daß alle Sänger lachen,“ meinte Peredonoff böse. „Das tut sie mit Absicht. Diese Skobotschkina ist so eine Person, läuft in einer roten Bluse herum. Manchmal trägt sie sogar einen Sarafan.“[8]

„Das ist freilich nicht schön,“ sagte Weriga. „Doch tut sie es eher aus Mangel an Erziehung. Ich erinnere mich gut an diese Lehrerin. Sie hat absolut keine Manieren, ist aber eine tüchtige Lehrkraft. In jedem Fall ist das, was Sie sagen, nicht schön von ihr. Man muß es ihr zu wissen geben.“

„Dort in den Schulen geht es sehr frei zu,“ fuhr Peredonoff fort, „ohne jede Zucht. Gestraft wird überhaupt nicht und Bauernkinder kann man nicht nach demselben Muster erziehen wie die Adeligen. Geprügelt müssen sie werden.“