„Im Falle also, wenn .....“ begann Peredonoff.

„Seien Sie ganz unbesorgt, ich will es mir merken,“ sagte Kiriloff schnell; „außerdem ist diese Frage noch nicht endgültig entschieden.“

Peredonoff begriff garnicht, um welche Frage es sich eigentlich handelte und fühlte sich sehr beunruhigt, Kiriloff fuhr aber fort:

„Unsere Schulen sollen ein festes Netz bilden. Aus Petersburg haben wir uns einen Spezialisten kommen lassen. Den ganzen Sommer über haben wir gearbeitet. 900 Rubel hat es uns gekostet. Es muß alles zum Landtag vorbereitet werden. Die Arbeit ist sehr sorgfältig ausgeführt, — alle Entfernungen sind berechnet, alle Schulfragen sind berücksichtigt worden.“

Und Kiriloff erzählte lang und breit vom Schulnetz, d. h. von der Einteilung des Distrikts in so kleine Bezirke mit einer Volksschule in jedem, daß die Entfernung vom Dorf zur Schule immer nur eine geringe war. Peredonoff begriff nichts, und seine düsteren Gedanken verfingen sich in den Wortmaschen des Kiriloffschen Redenetzes, welches dieser gewandt vor ihm ausbreitete.

Endlich verabschiedete sich Peredonoff und ging hoffnungslos und traurig von dannen. In diesem Hause, dachte er, will man mich nicht begreifen, nicht einmal anhören. Der Hausherr redet von unverständlichen Sachen. Trepetoff grunzt böse und die Hausfrau geht und kommt, ohne mir die geringste Beachtung zu schenken. Merkwürdige Leute leben in diesem Hause! dachte Peredonoff. Ein verlorener Tag!

XI