Plötzlich kam Klawdja hereingelaufen, warf triumphierend die zusammengefaltete blaue Papierdüte auf den Tisch und rief:

„Sie haben mich beschuldigt, ich hätte die Rosinen gegessen. Und das hier? Ich brauche Ihre Rosinen garnicht!“

Peredonoff erriet sofort, worum es sich handelte; er hatte ganz vergessen, die Düte auf der Straße fortzuwerfen, und Klawdja hatte sie jetzt in seiner Manteltasche gefunden.

„Teufel auch!“ entfuhr es seinen Lippen.

„Was soll das, woher kommt das?“ fragte Warwara.

„Das habe ich in des Herrn Manteltasche gefunden,“ antwortete Klawdja schadenfroh. „Er selber hat die Rosinen gegessen und lenkt den Verdacht auf mich. Man weiß doch, daß der Herr zu naschen liebt, aber warum wälzt er die Schuld auf andere, wenn er selber ...“

„Jetzt hör aber auf,“ sagte Peredonoff ärgerlich. „Warum lügst du so? Du hast mir die Düte in die Tasche gesteckt, ich habe nichts genommen.“

„Wie sollte ich sie Ihnen in die Tasche stecken, da sei Gott vor!“ sagte Klawdja verwirrt.

„Wie durftest du fremde Taschen untersuchen?“ fuhr Warwara auf. „Du suchtest da wohl nach Geld?“

„Ich untersuche garnicht fremde Taschen,“ sagte Klawdja grob. „Ich wollte den Mantel bürsten, weil er ganz beschmutzt war.“