„Ich habe nichts Schlimmes getan,“ schluchzte Sascha, „dafür neckt man mich grade, daß ich niemals häßliche Worte sage.“
„Wer tut denn das?“ wiederholte Peredonoff seine Frage.
„Niemand tut das,“ rief Sascha verzweifelt.
„Sehen Sie, wie er lügt!“ sagte Peredonoff; „er muß gründlich bestraft werden. Er muß sagen, wer der Schuldige ist, sonst kommt die ganze Schule in Verruf und uns sind die Hände gebunden.“
„Verzeihen Sie ihm doch, Ardalljon Borisowitsch,“ sagte die Kokowkina; „er kann doch seine Kameraden nicht angeben? Denken Sie nur, wie sehr man ihm das verübeln würde.“
„Er ist dazu verpflichtet,“ sagte Peredonoff böse, „nur so läßt sich was dagegen tun, nur so können wir die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.“
„Die Jungen werden ihn verprügeln,“ sagte die Kokowkina unsicher.
„Sie werden es nicht wagen. Wenn er feige ist, dann mag er es mir im Vertrauen sagen.“
„Lieber Junge, sag’s ihm im Vertrauen. Niemand wird erfahren, daß du es gesagt hast.“
Sascha schwieg und weinte. Die Kokowkina zog ihn an sich, umarmte ihn und flüsterte ihm lange etwas ins Ohr. Er schüttelte nur den Kopf.