„Er will nicht,“ sagte die Kokowkina.

„Ruten muß er kriegen, dann wird er schon wollen,“ sagte Peredonoff zornig, „bringen Sie mir eine Rute. Ich will ihn zwingen zu reden.“

„Aber wofür denn!“ rief Sascha.

Die Kokowkina stand auf und umarmte ihn.

„Jetzt hast du genug geheult,“ sagte sie freundlich, aber ernst, „niemand tut dir was zuleide.“

„Wie Sie wünschen,“ sagte Peredonoff, „in diesem Fall muß ich mit dem Direktor sprechen. Ich wollte die Sache unter uns abmachen, und es wäre für ihn vorteilhafter gewesen. Ihr Saschenjka ist wohl auch mit allen Hunden gehetzt. Wir wissen noch nicht, warum er eigentlich ‚Mädchen‘ genannt wird, — vielleicht hat es seinen ganz besonderen Grund. Vielleicht ist er es, der das Laster ins Gymnasium bringt.“

Peredonoff verließ das Zimmer und die Kokowkina begleitete ihn hinaus. Sie sagte vorwurfsvoll:

„Wie können Sie nur den Jungen mit solchen Sachen in Verlegenheit bringen. Es ist nur gut, daß er Ihre Worte gar nicht begreift.“

„Adieu, adieu,“ sagte Peredonoff böse, „ich werde mit dem Direktor sprechen. Der Sache muß man auf den Grund kommen.“

Er ging. Die Kokowkina kehrte zurück, um Sascha zu trösten. Er saß traurig am Fenster und sah auf den Sternenhimmel. Seine schwarzen Augen blickten schon wieder ruhig, doch seltsam traurig. Die Kokowkina streichelte seinen Kopf ohne ein Wort zu sagen.