Chripatsch lachte kurz auf. Sein Lachen war hell und deutlich und klang gezwungen, aber er lachte immer so.

„Ha-ha-ha!“ stieß er deutlich hervor, hörte auf zu lachen, setzte sich in den Lehnstuhl und warf den Kopf zurück, als könne er die Lachlust nicht bezwingen. „Verehrtester Ardalljon Borisowitsch, in der Tat, Sie setzen mich in Erstaunen. Ha-ha-ha! Seien Sie bitte so liebenswürdig und teilen Sie mir mit, was Sie auf diese Vermutung gebracht hat, wenn nicht etwa Ihre Voraussetzungen, die dieses Resultat gezeitigt haben, ein Privatgeheimnis sind! Ha-ha-ha!“

Peredonoff erzählte alles, was er von Warwara gehört hatte und berichtete auch gleich von den schlimmen Eigenschaften der Kokowkina. Chripatsch hörte ihm zu und stieß bisweilen sein trocknes, deutliches Lachen hervor.

„Ihre Phantasie ist mit Ihnen durchgegangen, bester Ardalljon Borisowitsch,“ sagte er, stand auf und klopfte Peredonoff auf die Schulter, „viele meiner geschätzten Kollegen haben Kinder, ich selber habe Kinder, wir sind, gottlob! keine Säuglinge mehr und da glauben Sie wirklich, daß wir ein verkleidetes Mädchen für einen Jungen halten könnten?“

„Nun verhalten Sie sich so zu der Sache. Wenn aber was dahinter steckt, wer wird die Verantwortung tragen?“ fragte Peredonoff.

„Ha-ha-ha!“ lachte Chripatsch, „was für Folgen befürchten Sie denn?“

„Das Gymnasium wird zu einer Lasterhöhle,“ sagte Peredonoff.

Chripatsch wurde ernst und sagte:

„Sie gehen zu weit. Alles was Sie zu berichten wußten, gibt mir nicht die geringste Veranlassung Ihren Verdacht zu teilen.“

Noch am selben Abend machte Peredonoff einen eiligen Rundgang bei allen seinen Kollegen, angefangen vom Inspektor bis hinab zu den Gehilfen der Klassenordinarien und erzählte überall, Pjilnikoff wäre ein verkleidetes Mädchen. Alle lachten und glaubten ihm nicht; bei vielen regte sich aber doch ein leiser Zweifel, als er gegangen war. Die Frauen der Lehrer glaubten alle fast ohne Ausnahme daran.