„Hier wird sich keine für mich finden.“

„Sagen Sie nicht,“ antwortete die Werschina und lachte schief. „Hier gibt es viele, die bei weitem besser sind, als diese Person. Und jede wird Sie heiraten wollen.“

Mit einer energischen Bewegung strich sie die Asche von ihrer Zigarette, als hätte sie irgendwo ein Ausrufungszeichen zu setzen.

„Jede ist mir aber noch lange nicht recht,“ antwortete Peredonoff.

„Es ist ja auch nicht von jeder x-beliebigen die Rede,“ entgegnete schnell die Werschina. „Sie brauchen doch auf keine Mitgift zu rechnen, und da wüßte ich ein feines Mädchen grade für Sie. Sie haben ja, Gott sei Dank, ein gutes Auskommen.“

„Nein,“ antwortete Peredonoff, „für mich ist es vorteilhafter, Warwara zu heiraten. Die Fürstin hat ihr ihre Protektion versprochen. Sie wird mir eine gute Stelle verschaffen.“ Er sagte es mit trotziger Sicherheit.

Die Werschina lächelte leichthin. Ihr ganzes faltiges, dunkelfarbiges, vom Zigarettendampf gleichsam durchräuchertes Gesichtchen drückte herablassendes Mißtrauen aus:

„Hat sie Ihnen das gesagt, ich meine die Fürstin selber?“ fragte sie, mit Betonung auf dem Worte „Ihnen“.

„Nicht mir, aber Warwara,“ gestand Peredonoff, „das ist doch ganz dasselbe.“

„Sie verlassen sich zu sehr auf die Worte Ihres „Schwesterleins“,“ sagte die Werschina spöttisch. „Sagen Sie mal, ist sie viel älter als Sie? So etwa um fünfzehn Jahre? Am Ende noch mehr? Sie muß doch an die fünfzig sein.“