„Ach, gehen Sie doch,“ sagte Peredonoff ärgerlich, „sie ist noch nicht dreißig.“

Die Werschina lachte.

„Ach, wirklich,“ redete sie weiter mit offenkundigem Spott in der Stimme. „So, dem Aussehen nach ist sie viel älter als Sie. Allerdings, es ist ja nicht meine Sache, immerhin: es täte mir leid, wenn so ein charmanter junger Mann, wie Sie, nicht so leben kann, wie er es verdient hätte, nicht allein seiner Schönheit wegen, sondern vor allem wegen seiner reichen seelischen Veranlagung.“

Peredonoff blickte selbstgefällig an seiner Figur herunter. Aber sein frisches Gesicht zeigte kein Lächeln, und es schien, als fühlte er sich gekränkt, daß nicht alle Menschen ihm das gleiche Verständnis entgegenbrächten, wie die Werschina. Die Werschina aber fuhr fort:

„Sie werden es auch ohne Protektion weit bringen. Wie sollen Ihre Vorgesetzten Sie nicht richtig einschätzen! Was hängen Sie an der Warwara? Ebenso die Rutiloffschen Damen, — nehmen Sie keine von denen; es sind leichtsinnige Mädchen, Sie brauchen aber eine gleichmäßige Frau. Würden Sie doch beispielsweise Martha heiraten.“

Peredonoff sah nach der Uhr.

„Ich muß nach Hause,“ sagte er und stand auf, um sich zu verabschieden.

Die Werschina glaubte, daß Peredonoff nur darum fortginge, weil sie an einen wunden Punkt gerührt hätte, und daß er bloß aus Unentschlossenheit im gegebenen Augenblick nicht von Martha sprechen wolle.