„Ich bin noch nicht verlobt,“ antwortete Wolodin überlegen, innerlich aber zitterte er vor freudiger Erwartung; „ich kann mir eine neue Krawatte kaufen.“

„Eine im Jugendstil,“ rief Peredonoff, „man muß sehen können, daß du es mit der Liebe hast.“

„Eine rote Krawatte,“ sagte Warwara, „recht bauschig muß sie sein und eine Nadel dazu. Es gibt schon ganz billige Krawattennadeln, mit Steinen, — fein wird das sein.“

Peredonoff dachte, daß Wolodin vielleicht kein Geld zu solchen Ausgaben hätte. Oder er wird sparen wollen und einen schlichten, schwarzen Schlips kaufen. Das wäre dumm, dachte Peredonoff, die Adamenko ist ein vornehmes Frauenzimmer; wenn er mit einer lumpigen Krawatte um sie anhalten geht, so wird sie sich gekränkt fühlen und ihm einen Korb geben.

Peredonoff sagte:

„Warum eine billige kaufen? Du hast neulich im Spiel einiges von mir gewonnen. Wieviel bin ich dir noch schuldig, einen Rubel vierzig Kopeken?“

„Mit den vierzig Kopeken hat es seine Richtigkeit,“ sagte Wolodin grinsend, „nur waren es zwei Rubel und nicht einer.“

Peredonoff wußte genau, daß es zwei Rubel waren, es wäre ihm aber angenehmer gewesen, nur einen zu zahlen. Er sagte:

„Du lügst, woher zwei Rubel?“

„Warwara Dmitriewna kann es bezeugen,“ beteuerte Wolodin.