„Nadeschda Wassiljewna, wir haben ein Anliegen.“
„Ein Anliegen,“ sagte auch Wolodin, machte ein bedeutendes Gesicht und streckte die Lippen vor.
„Es handelt sich um ihn,“ sagte Peredonoff und zeigte mit dem Daumen auf Wolodin.
„Um mich,“ bestätigte Wolodin und wies ebenfalls mit dem Daumen auf die eigene Brust.
Nadeschda Wassiljewna lächelte.
„Wenn ich bitten darf,“ sagte sie.
„Ich werde für ihn sprechen,“ erklärte Peredonoff, „er ist bescheiden und kann keinen rechten Entschluß fassen. Aber er ist ein würdiger Mensch, er trinkt nicht, er ist herzensgut. Zwar bekommt er nur ein geringes Gehalt, aber das ist egal. Es handelt sich darum, wer was braucht; der eine braucht Geld, der andere einen Menschen. Warum schweigst du denn,“ wandte er sich an Wolodin, „sag doch etwas.“
Wolodin neigte den Kopf und stieß mit zitternder Stimme hervor, geradeso wie ein Schaf blökt:
„Gewiß, mein Gehalt ist nur gering. Aber zum Sattessen wird es immer noch langen. Gewiß, ich habe nicht studiert, bin aber so glücklich, daß ich jedem nur das gleiche Los wünschen kann, und etwas Schlechtes weiß ich mir nicht nachzusagen, — übrigens, da mag jeder selbst urteilen. Was mich anlangt, ich bin mit mir zufrieden.“
Er machte eine Handbewegung, beugte die Stirn, als hätte er die Absicht zuzustoßen und schwieg still.