„Ja,“ sagte auch Wolodin, „Nadeschda Wassiljewna, ich bitte Sie um Hand und Herz.“

Er wurde rot, erhob sich, machte einen energischen Kratzfuß auf dem Teppich, verbeugte sich und setzte sich. Dann stand er wieder auf, legte die Hand aufs Herz und sagte, das Fräulein schmachtend anblickend:

„Gestatten Sie, Nadeschda Wassiljewna, daß ich eine Erklärung abgebe. Da ich Sie sogar sehr liebe, so kann ich mir gar nicht denken, daß Sie diesen Gefühlen nicht entgegenkommen sollten.“

Er stürzte einen Schritt vor, warf sich auf die Knie und küßte ihre Hand.

„Nadeschda Wassiljewna, glauben Sie mir! Ich schwöre!“ rief er, hob eine Hand gen Himmel und schlug dann aus vollem Arm gegen seine Brust, daß es laut knallte.

„Aber ich bitte Sie! Stehen Sie doch auf!“ sagte Nadeschda Wassiljewna verlegen; „was soll das?“

Wolodin stand auf und kehrte mit gekränktem Gesicht auf seinen Platz zurück. Dort angelangt, preßte er beide Hände gegen die Brust und rief:

„Nadeschda Wassiljewna, glauben Sie mir! Bis zum Grabe bin ich mit ganzer Seele der Ihre!“

„Entschuldigen Sie,“ sagte Nadeschda Wassiljewna, „aber ich kann wirklich nicht. Ich habe meinen Bruder zu erziehen, hören Sie nur, wie er da hinter der Tür weint.“

„Ja, die Erziehung des Bruders scheint mir keineswegs ein Hinderungsgrund zu sein,“ erklärte Wolodin und streckte in gekränktem Stolz seine Unterlippe vor.