„Nein, in jedem Fall hat er da mitzureden,“ sagte Nadeschda Wassiljewna und stand eilig auf, „ich will ihn fragen. Bitte warten Sie einen Augenblick.“

Sie lief flink aus dem Empfangszimmer, und ihr hellgelbes Kleid rauschte. Sie packte Mischa, der hinter der Tür stand, an der Schulter, lief mit ihm bis zu seinem Schlafzimmer, blieb dort vom Lauf und vom verhaltenen Lachen schwer atmend an der Tür stehen und sagte mit abgerissener Stimme:

„Ist es denn ganz umsonst, wenn man dich bittet, nicht zu horchen. Ist es wirklich nötig, zu den allerstrengsten Maßregeln zu greifen!“

Mischa hatte ihre Taille umfaßt, preßte seinen Kopf in ihr Kleid und lachte und schüttelte sich vor Lachen und vor Anstrengung, es zu unterdrücken. Die Schwester schob den Jungen in sein Zimmer, setzte sich auf einen Stuhl neben der Tür und lachte.

„Hast du gehört, was er sich da ausgedacht hat, dein Pawel Wassiljewitsch,“ fragte sie; „komm mit mir ins Gastzimmer und untersteh dich zu lachen! Ich werde dich in ihrer Gegenwart fragen, und du darfst nicht ‚Ja‘ sagen. Hast du verstanden?“

„Ha—ha—ha,“ machte Mischa und nahm einen Zipfel seines Taschentuchs in den Mund, um nicht lachen zu müssen, aber es half nur wenig.

„Halt dein Taschentuch vor die Augen, wenn du lachen mußt,“ riet die Schwester und führte ihn an der Schulter ins Gastzimmer.

Dort drückte sie ihn in einen Sessel und setzte sich auf einen Stuhl dicht neben ihn. Wolodin machte ein gekränktes Gesicht und saß da mit gesenkter Stirn, just wie ein Schaf.

„Sehen Sie,“ sagte Nadeschda Wassiljewna und zeigte auf ihren Bruder, „der arme Junge! Ich konnte kaum seine Tränen stillen. Ich vertrete bei ihm Mutterstatt, und nun glaubt er, ich würde ihn verlassen.“

Mischa bedeckte sein Gesicht mit dem Taschentuch. Sein ganzer Körper bebte. Um sein Lachen zu verbergen, heulte er darauf los: