„Habe ich dir denn gesagt, daß du auf den Knien stehn sollst?“ sagte Nadeschda Wassiljewna und machte so, als wäre es ihr ganz gleichgültig, „was bettelst du denn in einem fort?“

„Ich werde nicht aufstehn, bevor du nicht verziehen hast.“

Nadeschda Wassiljewna lachte, legte das Buch zur Seite und zog Mischa an den Schultern zu sich heran. Er schrie auf und warf sich ihr entgegen, umarmte sie und rief:

„Pawluschkas Braut!“

XVI

Ludmillas Gedanken waren immer bei dem schwarzäugigen Knaben. Sie redete oft mit Verwandten und Bekannten über ihn, — manchmal zur unrechten Zeit. Fast in jeder Nacht träumte sie von ihm; sie sah ihn zuweilen wie er wirklich im Leben war — bescheiden und schüchtern, öfter jedoch in einer märchenhaften, phantastischen Umgebung. Von diesen Träumen pflegte sie zu erzählen, und bald kam es so weit, daß die Schwestern jeden Morgen fragten, wie Sascha ihr in der vergangenen Nacht im Traume erschienen wäre.