„Heute geht es nicht. Wie könnte ich heute erzählen? Dann wirst du morgen nicht kommen und sagen, du hättest keinen Grund gehabt, um zu kommen.“
„Also gut, ich werde bestimmt kommen, wenn man mir erlaubt.“
„Das fehlte noch! Natürlich wird man erlauben! Man hält dich doch nicht an der Kette.“
Als Ludmilla sich verabschiedete, küßte sie Sascha auf die Stirn und hob ihre Hand an seine Lippen, so daß er sie küssen mußte. Und es war ihm angenehm, die weiße, feine Hand noch einmal küssen zu dürfen, — und doch schämte er sich. Wie sollte man da nicht rot werden.
Als Ludmilla fortging, lächelte sie zärtlich und schelmisch. Sie kehrte sich einigemal um.
Wie lieb sie ist! dachte er.
Sascha war allein.
Sie ist so schnell gegangen! dachte er. Plötzlich hatte sie sich aufgemacht, und, kaum gedacht, ist sie schon fort. Wäre sie noch ein Augenblickchen geblieben! — dachte er und schämte sich, daß er es vergessen hatte, sie zu begleiten.
Könnte ich noch ein wenig mit ihr gehen, dachte er. Soll ich sie einholen? Vielleicht ist sie schon weit fort? Wenn ich schnell laufe, hole ich sie noch ein.
Vielleicht wird sie mich auslachen? dachte er. Oder vielleicht werde ich sie stören.