„Ich werde dir zeigen! Willst du was essen?“ fragte sie.

„Ich komme eben vom Mittag,“ sagte er. „So betrügen Sie einen!“

„Ich hab’ es gerade nötig, dich zu betrügen. Aber du riechst ja nach Pomade?“ fragte sie plötzlich.

Sascha wurde rot.

„Ich kann Pomade nicht leiden!“ sagte Ludmilla geärgert. „So was Weibisches!“

Sie strich mit der Hand über sein Haar und gab ihm dann mit der fettigen Handfläche einen kleinen Klaps auf die Backe.

„Das darfst du nie wieder tun!“ sagte sie.

Sascha wurde verlegen.

„Gut, ich will’s nicht wieder tun,“ sagte er, „Sie sind furchtbar streng und parfumieren sich doch selber!“

„Zwischen Parfum und Pomade ist eben ein großer Unterschied, dummer Junge! Es ist doch gar nicht zu vergleichen,“ sagte Ludmilla belehrend, „ich habe nie Pomade gebraucht. Warum soll ich mir die Haare verkleben! Parfum ist doch ganz was anderes. Komm, ich werde dich parfumieren. Willst du? Mit etwas Flieder, — willst du?“