„Was nicht gar!“ sagte er.

Dieses Gespräch über die Schönheit in Anwendung auf ihn selber verwirrte ihn; er hatte noch nie darüber nachgedacht, ob die Menschen ihn für hübsch oder für häßlich hielten.

Ludmilla kniff ihn in die Wange. Sascha lächelte. Auf der Wange war ein roter Fleck geblieben. Das sah hübsch aus. Ludmilla kniff auch die andere Backe. Sascha wehrte sich nicht. Er nahm nur ihre Hand, küßte sie und sagte:

„Kneifen Sie nicht mehr, es schmerzt doch, und auch Ihre Fingerchen werden hart werden.“

„Ach, es schmerzt ja gar nicht,“ sagte Ludmilla gedehnt, „seit wann schneidest du denn Komplimente?“

„Ich habe keine Zeit mehr, ich muß noch lernen. Seien Sie noch ein wenig lieb zu mir. Das wird mir Glück bringen, und ich werde im Griechischen die Note Fünf erhalten.“

„Du willst mich wohl forthaben!“ sagte Ludmilla.

Sie nahm seine Hand und streifte den Aermel seiner Jacke über den Ellenbogen hinauf.

„Wollen Sie mich schlagen?“ fragte Sascha verlegen und errötete schuldbewußt.

Aber Ludmilla war ganz in Betrachtung des Armes versunken; sie drehte ihn hin und her.