„O Nikolaij, warum glaubst du denn nicht?“ schrie Julia Petrowna, „willst du, daß dein Sohn zum Verbrecher wird? Prügeln muß man ihn.“

„Unsinn! Unsinn!“ schrie der Vater.

„Ich werde ihn züchtigen, ja das werde ich!“ schrie die Mutter, packte Anton an der Schulter und wollte ihn fortschleppen: „komm nur, komm, mein Söhnchen, — in der Küche will ich dich züchtigen.“

„Du wirst es nicht tun!“ brüllte der Vater, und entriß ihr den Jungen.

Allein die Mutter gab nicht nach, Anton schrie verzweifelt, die Eltern stießen einander.

„Helfen Sie mir, Ardalljon Borisowitsch,“ schrie Julia Petrowna, „halten Sie diesen Lumpen fest, bis ich mit Anton abgerechnet habe.“

Peredonoff kam ihr zu Hilfe. Aber Gudajewskji befreite seinen Sohn mit einem starken Ruck, stieß seine Frau heftig zur Seite, stellte sich vor Peredonoff hin und rief drohend:

„Kommen Sie nicht näher! Wenn zwei Hunde sich beißen, mag der dritte fernbleiben! Unterstehn Sie sich!“

Der Schweiß floß ihm von der Stirn, seine Haare waren zerzaust, sein Gesicht ganz rot vor Zorn, und mit geballter Faust fuchtelte er in der Luft.

Peredonoff wich zurück und murmelte einige unverständliche Worte. Julia Petrowna lief wie ein Kreisel um ihren Mann herum und bemühte sich Anton zu fassen; der Vater deckte ihn mit seinem Rücken, zog ihn an den Händen bald nach rechts bald nach links. Julia Petrownas Augen funkelten und sie schrie: