„Ein Verbrecher wird er werden! Ins Zuchthaus wird er kommen! Nach Sibirien wird man ihn schicken.“
„Halt’s Maul!“ schrie Gudajewskji, „bell nicht, böses Scheusal!“
„O, der Tyrann!“ schrillte Julia Petrownas Stimme; sie sprang an den Mann heran und schlug ihn mit der Faust auf den Rücken, dann stürzte sie aus dem Zimmer.
Gudajewskji ballte die Fäuste und sprang gegen Peredonoff an.
„Sie sind hergekommen, um Zwietracht zu säen,“ schrie er, „Anton macht Dummheiten, — was? Sie lügen, er macht keine Dummheiten. Würde er sich schlecht betragen, so hätte ich es ohne Ihre Vermittlung längst erfahren. Mit Ihnen wünsche ich überhaupt nicht mehr zu reden. Sie schleichen durch die Stadt, und verstehen es vortrefflich, jeden dummen Esel zu betrügen und die Jungen zu prügeln. Wollen wohl Prügelmeister werden, — he! Hier sind Sie an den Unrechten gekommen. Sehr geehrter Herr, ich ersuche Sie, mein Haus zu verlassen!“
Während er so sprach, rückte er Peredonoff immer näher auf den Leib und hatte ihn schließlich in eine Ecke gedrängt. Peredonoff war sehr erschrocken und wäre froh gewesen, wenn er sich aus dem Staube hätte machen können. Im Eifer des Gefechts hatte Gudajewskji nicht bemerkt, daß er ihm den Weg vertrat. Anton hatte den Vater an den Rockschößen gepackt und versuchte ihn fortzuziehen. Der Vater schrie ihn an und schlug aus. Anton sprang geschickt zur Seite, ließ aber die Rockschöße nicht los.
„Loslassen!“ rief Gudajewskji, „Anton, hörst du!“
„Papachen,“ rief Anton und fuhr fort, den Vater zurückzuziehen, „du versperrst ihm den Weg.“
Gudajewskji sprang sofort zur Seite, — Anton hatte kaum Zeit, auszuweichen.
„Verzeihen Sie,“ sagte Gudajewskji auf die Türe weisend, „hier ist die Tür. Es liegt mir ferne, Sie zurückhalten zu wollen.“