„Ich war da in dienstlicher Angelegenheit. Ich bin unschuldig. Sie selber wollte es so. Mich wirst du nicht hintergehn, — da bist du an den Unrechten geraten.“

Warwara schlief noch nicht, als er heimkam. Vor ihr lagen Karten ausgebreitet.

Peredonoff schien es, als hätte jemand durch die Tür schlüpfen können, während er eingetreten war ... Vielleicht hatte Warwara selber einen Feind eintreten lassen ... Peredonoff sagte:

„Du willst Karten legen, während ich schlafe? Das paßt mir nicht, gib die Karten her; du willst mich behexen!“

Er nahm die Karten und versteckte sie unter seinem Kopfkissen. Warwara grinste und sagte:

„Hanswurst! Ich versteh ja gar nicht zu hexen, wozu auch!“

Ihr Lachen ärgerte ihn und machte ihn bange: es bedeutet, dachte er, daß sie auch ohne Karten hexen kann. Dort unter dem Bett reckt sich der Kater und seine grünen Augen funkeln. Hexen kann man, wenn man im Dunkeln über sein Fell streicht, daß die Funken stieben. Dort unter dem Schrank treibt sich das schreckliche, graue gespenstische Tierchen um, vielleicht versteht Warwara es anzulocken, wenn sie in den Nächten so leise pfeift, daß man fast glauben könnte, sie schnarche nur.

Peredonoff hatte einen fürchterlichen, drückenden Traum: Pjilnikoff war gekommen, stand auf der Schwelle, winkte ihm und lächelte. Eine geheime Kraft trieb ihn zu ihm hin; er folgte ihm und Pjilnikoff führte ihn durch dunkle, schmutzige Straßen, der Kater lief ihm zur Seite und seine grünen, bösen Augen leuchteten ...