Peredonoff murmelte einige unverständliche Worte ...
Aus Wut behandelte er seine Schüler in den darauffolgenden Stunden sehr schlecht, insbesondere die Jüngeren, die auf seine Klagen hin bestraft worden waren, so z. B. den Kramarenko. Der schwieg und wurde bleich — trotz seiner dunklen Gesichtsfarbe, — und seine Augen blitzten.
Kramarenko beeilte sich nicht nach Hause zu kommen, als die Stunden um waren. Er stand an der Pforte und sah sich die Leute an, die hinaus gingen. Als Peredonoff kam, folgte ihm der Junge in größerem Abstande, und wartete, bis die wenigen Passanten vorübergegangen waren.
Peredonoff ging langsam. Das trübe Wetter stimmte ihn traurig. Der Ausdruck seines Gesichtes wurde von Tag zu Tage stumpfer. Sein Auge schien bald etwas in der Ferne Liegendes zu suchen, bald irrte es unstät umher. Es schien so als suchte er etwas, das hinter den Dingen läge und darum verdoppelten sich diese Dinge in seinen Augen, wurden trübe und gespenstisch.
Wonach suchten seine Augen?
Nach Spionen. Sie waren überall versteckt, zischelten, lachten. Seine Feinde hatten ihm eine ganze Armee von Spionen auf die Fersen gehetzt. Manchmal bemühte er sich, sie alle abzufangen. Aber sie fanden immer noch Zeit zu entfliehen, — in einem Augenblick waren sie alle davon, als hätte sie die Erde verschluckt ...
Peredonoff hörte, wie ein fester, kühner Schritt auf dem Bürgersteige ihm nacheilte; er sah sich erschreckt um, — Kramarenko ging jetzt hart neben ihm und blickte ihn entschlossen und böse mit seinen flammenden Augen an. Er war bleich und schmächtig, und wie ein kleiner Wilder, der sich bereit macht, einen Feind zu überfallen.
Peredonoff zitterte vor seinem Blick.
Er wird mich beißen! — dachte er.
Er ging schneller, — Kramarenko blieb an seiner Seite; — er ging langsamer, — auch Kramarenko ging langsamer. Da blieb er stehen und knurrte ärgerlich: