„Was willst du von mir, Satansbengel! Warte nur, ich werde dich gleich zum Vater führen.“
Auch Kramarenko war stehen geblieben und hörte nicht auf Peredonoff anzublicken. Jetzt standen die beiden einander gegenüber auf dem Brettersteig einer menschenleeren Straße, dicht an einem grauen, zu allem Lebendigen sich jedenfalls sehr gleichgültig verhaltenden Zaune. Kramarenko zischte, am ganzen Leibe bebend:
„Schuft!“
Dann lachte er auf und wandte sich, um fortzugehen. Er machte etwa drei Schritte, blieb dann wieder stehen und wiederholte lauter:
„Schuft! Schweinehund!“
Dann spuckte er aus und ging seiner Wege. Peredonoff sah ihm böse nach und machte sich dann auf den Heimweg. Verworrene, trübe Gedanken quälten ihn.
Die Werschina rief ihn an. Sie stand hinter dem Zaun in ihrem Garten, hatte sich ein großes, schwarzes Tuch umgebunden und rauchte. Peredonoff erkannte sie nicht gleich. Im ersten Augenblick schien ihm ihre Gestalt drohend und unheilverkündend, — eine schwarze Hexe stand da, dunkler Rauch stieg von ihr auf, und sie murmelte Beschwörungsformeln. Er spuckte aus und schlug ein Kreuz. Die Werschina lachte und fragte:
„Was haben Sie nur, Ardalljon Borisowitsch?“
Peredonoff blickte sie stumpf an und sagte endlich:
„Ach, Sie sind es! Ich hatte Sie gar nicht erkannt.“