Auch Martha war froh; — war es doch ihr einziger Gedanke, sich zu verloben, dann zu heiraten und ihren eigenen Hausstand zu haben. Darum machte sie verliebte Augen, wenn sie Murin sah. Dieser vierzigjährige Riese mit seiner groben Stimme und dem ein wenig einfältigen Gesicht, schien ihr das Vorbild aller männlichen Kraft, Schönheit, Güte und Ritterlichkeit zu sein.
Peredonoff bemerkte die verliebten Blicke, die Murin und Martha wechselten; er bemerkte es einfach aus dem Grunde, weil er erwartet hatte, daß Martha ihre Aufmerksamkeit ihm selber zuwenden würde.
Aergerlich sagte er:
„Da sitzt er, als wäre er ein Bräutigam und strahlt übers ganze Gesicht.“
„Vor lauter Freude,“ sagte Murin fröhlich und lebhaft, „weil ich meine Geschäfte so gut geregelt habe.“
Er warf den Damen einen verständnisvollen Blick zu. Beide lächelten freundlich. Peredonoff zwinkerte verächtlich mit den Augen und fragte:
„Du hast dich wohl verlobt? Wie groß ist die Mitgift?“
Murin sagte, ohne diese Fragen zu beachten:
„Natalie Aphanassjewna wird meinen Buben zu sich in Pension nehmen, Gott möge sie dafür segnen. Er wird hier wie in Abrahams Schoß leben und ich kann ganz ruhig sein, daß er nicht verdorben wird.“
„Er wird zusammen mit Wladja dumme Streiche machen,“ sagte Peredonoff mürrisch, „sie werden das Haus anzünden.“