„Wie Sie wünschen, Ardalljon Borisowitsch,“ sagte Wolodin und zuckte die Achseln, „ich wollte es Ihnen recht machen, aber wenn Sie nicht wollen, dann tun Sie eben, was Sie wollen.“
„Und wie hat dich der General abfahren lassen?“ fragte Peredonoff.
„Was für ein General?“ fragte Wolodin zurück und wurde rot. Ganz beleidigt schob er die Unterlippe vor.
„Wir haben doch davon gehört,“ sagte Peredonoff.
Warwara schmunzelte.
„Erlauben Sie, Ardalljon Borisowitsch,“ sagte Wolodin lebhaft, „Sie haben davon gehört, ja freilich, aber es könnte sein, daß Sie nicht das Richtige gehört haben. Ich will Ihnen erzählen, wie sich die ganze Sache verhalten hat.“
„Also los,“ sagte Peredonoff.
„Das war vorgestern,“ erzählte Wolodin, „grade um dieselbe Stunde, wie eben. Sie wissen, daß die Werkstatt in unserer Schule renoviert wird. Nun, bitte merken Sie auf, kommt Weriga zusammen mit unsrem Inspektor zur Besichtigung. Wir arbeiten grade in einem der hinteren Zimmer. Schön. Ich kümmere mich gar nicht darum, weswegen der Weriga eigentlich kommt; was er da zu suchen hat, geht mich nichts an. Freilich, ich wußte ja, daß er Adelsmarschall ist; immerhin hat er gar keine Fühlung zu unsrer Schule, — aber daran will ich nicht rühren. Mag er kommen, wenn er Lust hat. Wir störten sie nicht, und arbeiteten so ganz gemächlich. Auf einmal treten die beiden bei uns ein, und der Weriga, — ich bitte das zu beachten, — behält seine Mütze auf.“
„Damit wollte er dir seine Mißachtung bezeigen,“ sagte mürrisch Peredonoff.
Ganz erfreut griff Wolodin diese Bemerkung auf: „Nun sehen Sie, außerdem hängt noch in unsrer Stube ein Heiligenbild, und wir alle waren ohne Kopfbedeckung; er hingegen kommt herein, wie ein Heide. Also ich erlaubte mir, zu bemerken, leise und ehrerbietig: Exzellenz, sage ich, haben Sie die Güte, ihre Mütze abzunehmen, darum, sage ich, weil hier das Heiligenbild hängt. War das nicht recht gesagt?“ fragte Wolodin und rollte die Augen vor.