„Küß diese Faust, dann sollst du Geld haben. Küßt du sie nicht — so gibt’s kein Geld.“

Warwara küßte die Faust.

„Was ist denn dabei; die Lippen werden davon nicht platzen,“ sagte sie.

Der Termin der Trauung wurde bis kurz vor dem festgesetzten Tage sogar vor den Marschälen geheim gehalten, damit sie davon nicht weiter sprächen. Zuerst wurden Rutiloff und Wolodin gebeten Marschäle zu sein, — beide erklärten sich mit Vergnügen einverstanden. Rutiloff erwartete, eine amüsante Anekdote zu erleben, und Wolodin schmeichelte es außerordentlich, eine so hervorragende Rolle bei einem so wichtigen Ereignis spielen zu dürfen. Dann aber kam Peredonoff der Gedanke — ein Marschal wäre für ihn zu wenig. Er sagte:

„Für dich, Warwara, langt einer; ich aber brauche zwei, einer wäre zu wenig, — denn es ist schwer, über mir die Hochzeitskrone zu halten; ich bin ein großer Mensch.“

So bat Peredonoff noch Falastoff Marschal zu sein. Warwara knurrte:

„Was Teufel soll denn der? Zwei sind schon da.“

„Er trägt eine goldene Brille; so ist es vornehmer,“ sagte Peredonoff.

Am Morgen des Hochzeitstages wusch sich Peredonoff, wie gewöhnlich, mit warmem Wasser, um sich nicht zu erkälten, und dann verlangte er Schminke:

„Ich muß mich jetzt jeden Tag schminken, sonst wird man noch denken, ich wäre hinfällig, und wird mich nicht zum Inspektor ernennen.“