Warwara tat es um ihre Schminke leid, doch mußte sie sie hergeben, — und Peredonoff färbte sich die Backen. Er murmelte:
„Auch Weriga schminkt sich, um jünger auszusehen. Ich kann mich doch nicht mit weißen Backen trauen lassen.“
Hierauf sperrte er sich im Schlafzimmer ein und beschloß — sich zu zeichnen, damit Wolodin sich nicht unterschieben konnte. Auf die Brust, auf den Bauch, auf die Ellenbogen, und sonst auf verschiedene Körperteile schmierte er mit Tinte den Buchstaben „P“.
Man müßte auch Wolodin zeichnen, aber wie soll man das anfangen? Wenn er es bemerkt, wird er es wieder abreiben, dachte Peredonoff bekümmert.
Dann kam ihm der Gedanke, es wäre so übel nicht, wenn er sich ein Korsett anzöge, denn möglicherweise würde man ihn für einen Greis halten, wenn er zufällig gebeugt dastehen würde. Er verlangte von Warwara ein Korsett. Doch erwies sich, daß Warwaras sämtliche Korsetts ihm zu eng waren, — kein einziges ließ sich schließen.
„Man hätte es früher kaufen müssen,“ brummte er ärgerlich. „An nichts denken sie.“
„Welcher Mann trägt denn ein Korsett,“ antwortete Warwara, „keiner tut es.“
„Weriga trägt eins,“ sagte Peredonoff.
„Weriga ist eben ein Greis; aber du, Ardalljon Borisowitsch, bist gottlob ein vollblütiger Mann.“
Peredonoff lächelte selbstgefällig, blickte in den Spiegel und sagte: