„Natürlich, ich werde noch anderthalb Jahrhunderte leben.“

Der Kater nieste unter dem Bett. Warwara sagte lächelnd:

„Auch der Kater niest, das heißt also: es stimmt.“

Doch Peredonoff wurde plötzlich verdrießlich: Er fürchtete sich vor dem Kater, und sein Niesen erschien ihm als eine böse List.

Das fehlte noch, daß er mir etwas vorniest, dachte er und kroch unter das Bett, um den Kater zu verjagen. Dieser miaute wild, schmiegte sich an die Wand und plötzlich schlüpfte er mit einem lauten Miauen unter Peredonoffs Händen durch, aus dem Zimmer hinaus.

„Holländischer Teufel!“ schimpfte Peredonoff böse.

„Das ist er: ein Teufel,“ rief auch Warwara, „er ist ganz verwildert, er läßt sich nicht einmal streicheln, — als wäre der Teufel in ihn gefahren.“

Die Prepolowenskjis hatten schon früh am Morgen die Marschäle benachrichtigt. Gegen zehn Uhr versammelten sich alle bei Peredonoff. Die Gruschina war gekommen und Sophie mit ihrem Mann. Ein Schnaps und Imbiß wurde gereicht. Peredonoff aß nur wenig und überlegte traurig, wie er es anstellen sollte, um sich noch mehr von Wolodin zu unterscheiden.

Er hat sich Locken brennen lassen wie ein Schaf, dachte er gereizt und plötzlich fiel es ihm ein, daß auch er sich auf eine besondere Art frisieren lassen könnte. Er stand auf und sagte:

„Trinkt und eßt, mir soll’s nicht leid tun; ich werde unterdessen zum Friseur gehen und mich spanisch frisieren lassen.“