„Warum liegt dieser schmutzige Spiegel hier, Pawluschka?“ fragte Peredonoff und wies mit dem Stock auf den Teich.

Wolodin bleckte die Zähne und sagte:

„Das ist kein Spiegel, Ardascha; das ist ein Teich. Sintemal es eben windstill ist, spiegeln sich in ihm die Bäume; darum sieht es so aus, als läge hier ein Spiegel.“

Peredonoff sah auf. Hinter dem Teich war ein Zaun, der den Garten von der Straße trennte. Peredonoff fragte wieder:

„Warum sitzt der Kater auf dem Zaun?“

Wolodin blickte in dieselbe Richtung und sagte kichernd:

„Er war, er ist nicht mehr.“

Tatsächlich lebte der Kater nur in Peredonoffs Einbildung, — ein Kater mit weitaufgerissenen, grünen Augen, — sein verschlagener, unermüdlicher Feind. Wieder mußte Peredonoff an die Bälle denken.

Wer braucht sie? Hatte das graue, gespenstische Tierchen sie aufgefressen? War es darum heute nirgends zu sehen, — dachte er. — Es hat sich vollgefressen, hat sich irgendwohin gewälzt und schläft jetzt.

Niedergeschlagen schlich Peredonoff nach Hause. Der Abend war im Erlöschen. Ein Wölkchen zog irrend am Himmel, schlich heran, — Wolken gehen so leise, — hielt Umschau. Auf seinen dunklen Rändern spielte ein rätselhafter, tiefer Glanz. Ueber dem Flüßchen, das zwischen Garten und Stadt floß, zitterten die Schatten der Häuser und Gebüsche, sie flüsterten, suchten irgend jemand.