„Wenn ich mich verliebt haben sollte, Sophja Jefimowna, so geht das keinen Menschen was an, ausgenommen mich und das betreffende Mädchen: Sie hingegen sind in Ihrer Art und Weise zudringlich.“
Aber die Prepolowenskaja ließ nicht locker.
„Passen Sie nur auf,“ sagte sie, „wenn Warwara Dmitriewna sich in Sie verlieben wird, wer soll dann für Ardalljon Borisowitsch die süßen Pastetchen backen?“
Wolodin reckte die Lippen vor, zog die Augenbrauen hoch und wußte nicht, was er antworten sollte.
„Seien Sie doch nicht so schüchtern. Pawel Wassiljewitsch,“ fuhr die Prepolowenskaja fort, „warum sollten Sie nicht heiraten? Sie sind jung, Sie sehen gut aus.“
„Aber vielleicht will Warwara Dmitriewna nicht,“ sagte Wolodin und kicherte.
„Wie sollte sie nicht“, antwortete die Prepolowenskaja, „Sie sind zu unrechter Zeit bescheiden.“
„Aber wenn ich selber nicht wollen sollte,“ sagte Wolodin ganz verlegen. „Vielleicht ist es so, daß ich ein fremdes Schwesterchen gar nicht heiraten will. Vielleicht gibt es in meiner Heimat irgend eine heranwachsende Nichte zweiten Grades für mich.“
Schon fing er an zu glauben, daß Warwara nicht abgeneigt wäre, ihn zu nehmen. Warwara wurde böse. Sie hielt Wolodin für einen ausgemachten Esel; zudem hatte er ein viermal geringeres Einkommen als Peredonoff. Die Prepolowenskaja ihrerseits wollte Peredonoff an ihre Schwester, eine fette Popenwitwe, verkuppeln. Darum bemühte sie sich auch, Peredonoff und Warwara zu entzweien.
„Warum wollen Sie mich verkuppeln,“ fragte Warwara ärgerlich, „besorgen Sie doch lieber die Heirat zwischen Pawel Wassiljewitsch und Ihrer jüngsten Schwester.“