„Was Sie sich ausdenken!“ sagte Sascha verschämt und empfindlich.

„Was ist denn dabei?“ fragte Ludmilla leichthin, „was hast du denn für Geheimnisse?“

„Jemand könnte hereinkommen,“ sagte Sascha.

„Wer denn?“ sagte sie ebenso leicht und sorglos. „Wir verschließen die Tür. Da kann niemand herein.“

Ludmilla lief rasch an die Tür und schob den Riegel vor. Sascha erriet, daß es ihr Ernst war. Kleine Schweißtropfen traten ihm auf die Stirn. Er sagte ganz aufgeregt:

„Nein, nein, tun Sie es nicht.“

„Dummchen! warum denn nicht?“ fragte sie dringend.

Sie zog Sascha an sich und knöpfte seine Bluse auf. Sascha wehrte sich und griff nach ihren Händen. Sein Gesicht zeigte den Ausdruck des Schreckens, — und ein, dem Schreck ähnliches Gefühl der Scham überkam ihn. Und davon wurde er plötzlich ganz schwach. Ludmilla zog die Stirn in Falten und entkleidete ihn entschlossen. Sie schnallte den Gürtel ab und zog ihm irgendwie die Bluse herunter. Sascha wehrte sich immer verzweifelter. Sie drehten sich durch das ganze Zimmer und stolperten über Tische und Stühle. Ein süßer, reizender Duft wehte von Ludmilla, machte Sascha trunken und schwach.

Mit einem geschickten Stoß in die Brust brachte ihn Ludmilla zum Fallen. Er fiel auf das Sofa. Sie hatte sich an das Hemd geklammert, und ein Knopf riß ab. Schnell entblößte sie seine Schulter und wollte den Aermel vom Arm ziehen.

Sich wehrend schlug sie Sascha im Versehen mit der flachen Hand ins Gesicht. Er wollte sie natürlich nicht schlagen, aber der Schlag sauste aus vollem Arm, stark und schallend auf Ludmillas Backe. Ludmilla erbebte, taumelte, sie wurde blutrot, ließ aber nicht los.