„Ich habe kein Backwerk für dich,“ antwortete Warwara. Sie wurde mutiger, weil die Hauswirtin lustig geworden war, „schau mal, man gibt dir Pasteten, dann mußt du sie essen.“
Plötzlich hatte die Jerschowa die Tür zum Speisezimmer entdeckt. In toller Wut heulte sie auf:
„Gib den Weg frei, du Schlange!“
Sie stieß Warwara zur Seite und stürmte zur Tür. Man konnte sie nicht mehr aufhalten. Mit vorgebeugtem Kopf, die Fäuste geballt, brach sie krachend die Türe auf und stürzte ins Speisezimmer. In der Nähe der Schwelle blieb sie stehn, sah die beschmierten Tapeten und stieß einen gellenden Pfiff aus. Sie stemmte die Arme in die Seiten, stellte den einen Fuß verwegen vor und schrie wie eine Rasende:
„Also ihr wollt wirklich ausziehen!“
„Keine Spur, Irina Stepanowna, — wir denken nicht daran, sei doch nicht närrisch.“
„Wir werden gewiß nicht ausziehen,“ bestätigte Peredonoff, „wir haben es hier so gut.“
Die Wirtin hörte nicht, kam der bestürzten Warwara immer näher und fuchtelte mit den Fäusten vor ihrem Gesicht. Peredonoff zog es vor, hinter Warwaras Rücken zu bleiben. Er wäre gerne fortgelaufen, andererseits war es interessant zu sehen, wie die Wirtin und Warwara sich prügeln würden.
„Ich werde dir auf den einen Fuß drauftreten, am andern ziehn und dich in zwei Hälften reißen!“ schrie die Jerschowa wutentbrannt.
„Was fehlt dir nur, Irina Stepanowna,“ beruhigte Warwara, „hör doch auf, wir haben Gäste.“