„Welcher Unsinn!“ antwortete die Gruschina lachend, „doch nicht als Hund, sondern als die Göttin Diana.“
Warwara und die Gruschina kleideten sich zusammen in der Wohnung der Gruschina zum Feste an. Das Kostüm der Gruschina war außerordentlich oberflächlich: kahle Arme und Schultern, kahler Rücken, kahle Brust, die Füße steckten in leichten Pantoffelchen und waren bis zu den Knien bloß; im übrigen trug sie ein leichtes Gewand aus weißer Leinwand mit einem roten Besatz, auf dem nackten Körper, — ein kurzes Röckchen, dafür aber sehr weit und sehr faltig. Warwara sagte schmunzelnd:
„Nackicht!“
Die Gruschina antwortete gemein lächelnd:
„Dafür werden alle Mannsleute mir nachziehen.“
„Wozu denn die vielen Falten?“ fragte Warwara.
„Um darin Süßigkeiten für meine Göhren zu verstauen,“ erklärte die Gruschina.
Alles was die Gruschina so kühn den Blicken freilegte — war schön; — aber welche Widersprüche! Auf der Haut — Flohstiche, grobe Manieren, Worte von unerträglicher Gemeinheit. Auch hier — die in den Staub gezerrte Schönheit des Körpers.
Peredonoff glaubte, das ganze Fest fände nur statt, um ihn auf irgend etwas zu ertappen. Dennoch ging er hin, — aber ohne Kostüm, im gewöhnlichen Rock, — um selber zu sehen, was für böse Dinge man gegen ihn vorhätte.
Der Gedanke an das Fest unterhielt Sascha einige Tage. Dann aber regten sich in ihm Bedenken. Wie sollte er von Hause fortkommen? Besonders jetzt, nach all den unangenehmen Geschichten. Wie, wenn man es im Gymnasium erfährt: man würde ihn sofort exmittieren.