„Du lügst“, quiekte Warwara wütend.
Die Jerschowa grunzte böse, stampfte mit dem Fuß auf und machte eine abwehrende Handbewegung. Dann wandte sie sich sofort wieder an die Prepolowenskaja:
„Und was der Herr dort von Ihnen sagt, allergnädigste Frau! Sie hätten sich früher herumgetrieben und dann später geheiratet. Da sehen Sie, was das für gemeine Leute sind! Spucken Sie Ihnen einfach ins Maul, liebste gnädigste Frau, Sie sollten nicht mit diesem niederträchtigen Pack verkehren.“
Die Prepolowenskaja wurde rot und ging schweigend ins Vorhaus. Peredonoff lief ihr nach und rechtfertigte sich:
„Sie lügt, glauben Sie ihr nicht. Nur einmal habe ich in ihrer Gegenwart gesagt, daß Sie dumm seien, und das sagte ich nur aus Wut. Weiter habe ich — weiß Gott — nichts gesagt, alles hat sie gelogen.“
Die Prepolowenskaja antwortete ruhig:
„Lassen Sie doch, Ardalljon Borisowitsch, — ich sehe doch, daß sie betrunken ist; sie weiß ja nicht, was sie schwatzt. Nur eins: warum gestatten Sie, daß so was in Ihrem Hause vorkommt?“
„Ja, sehen Sie,“ antwortete Peredonoff, „was soll ich mit ihr anfangen?“
Die Prepolowenskaja war verwirrt und ärgerlich. Sie zog ihre Jacke an. Peredonoff kam nicht darauf ihr zu helfen. Irgendetwas murmelte er noch, aber sie hörte ihn nicht. Dann kehrte Peredonoff in den Saal zurück. Die Jerschowa begann ihm in schreiendem Tone Vorwürfe zu machen.
Warwara lief auf den Flur hinaus, um die Prepolowenskaja zu versöhnen: