„Sie wissen doch, was er für ein Dummkopf ist, — er weiß ja nicht, was er sagt.“
„Ach lassen Sie doch; warum beunruhigen Sie sich?“ antwortete auch ihr die Prepolowenskaja. „Ich weiß doch, was so ein betrunkenes Weib alles schwatzen kann.“
Die Haustür mündete auf einen Hof. In dichter Menge wuchsen dort am Hause hochaufgeschossene Brennesseln. Die Prepolowenskaja lächelte kaum merklich und der letzte Schatten von Unzufriedenheit schwand von ihrem rosigen, vollen Gesicht. Sie wurde wieder liebenswürdig und höflich. Für die Kränkung wollte sie auch ohne sich zu zanken Rache nehmen.
Beide gingen zusammen in den Garten, um dort die Szene mit der Wirtin abzuwarten.
Fortwährend blickte die Prepolowenskaja auf die Nesseln, die auch im Garten reichlich am Zaune wucherten. Endlich sagte sie:
„Wie viel Nesseln Sie haben! Haben Sie Verwendung dafür?“
Warwara lachte und sagte:
„Nanu, was sollte ich damit anfangen?“
„Wir haben nämlich keine,“ sagte die Prepolowenskaja, „und wenn es Ihnen nicht weiter leid tut, so will ich mir einige Handvoll ausraufen.“
„Ja — aber wozu denn?“ fragte Warwara verwundert.