Valerie und Ludmilla hatten für sich selber nicht gerade originelle, doch aber farbenfreudige Kostüme angefertigt; Ludmilla war eine Zigeunerin, Valerie eine Spanierin. Ludmilla trug grelle rote Flicken aus Seide und Samt; die schmächtige, zerbrechliche Valerie schwarze Seide und Spitzen; in der Hand hielt sie einen schwarzen Spitzenfächer. Darja hatte für sich nichts Neues genäht, — noch vom vorigen Jahre hatte sie das Kostüm einer Türkin; das legte sie an.

„Es lohnt nicht sich was auszudenken!“ sagte sie entschieden.

Als Sascha angelaufen kam, machten sich alle drei Schwestern daran, ihn herzurichten. Die größte Sorge machte ihm seine Perücke.

„Wenn sie herunterfällt,“ wiederholte er ängstlich.

Man befestigte sie ihm mit Bändern unter dem Kinn ...

XXIX

Das Kostümfest fand in der Bürgermuße statt; das war ein zweistöckiges, ziegelrot gestrichenes, kasernenartiges Steingebäude auf dem Bazarplatz. Gromoff-Tschistoplotskji, Regisseur und Schauspieler am städtischen Theater, war der Veranstalter des Festes.