Vor der Auffahrt, über die ein Kalikodach gespannt war, brannten Lämpchen. Das Volk auf der Straße kritisierte die zum Feste Anfahrenden oder zu Fuß Kommenden meist abfällig; dies war verständlich, denn auf der Straße konnte man von den Kostümen unter den Oberkleidern fast nichts sehn, und man urteilte in der Regel aufs Geratewohl. Die Schutzleute sorgten hinreichend für Ordnung auf der Straße; im Saale befanden sich aber als Gäste der Chef der Landpolizei und der Polizeileutnant.
Jeder Teilnehmer erhielt am Eingang zwei kleine Billette: das eine war rosa und galt dem schönsten Damenkostüm, das andere grüne — dem Herrenkostüm. Diese Billette konnte man den Würdigsten übergeben. Manche erkundigten sich:
„Darf man es für sich selber behalten?“
Anfangs fragte der Kassierer ganz erstaunt:
„Warum für sich selber?“
„Aber wenn ich nun mein Kostüm für das schönste halte,“ antwortete der Festteilnehmer.
Später wunderte sich der Kassierer nicht mehr über diese Fragen, sagte vielmehr mit sarkastischem Lächeln (es war ein spöttischer junger Mann):
„Ganz, wie es Ihnen beliebt. Behalten Sie, wenn Sie wollen, beide für sich.“
Die Säle waren nicht sehr sauber, und ein großer Teil der Anwesenden war schon zu Anfang betrunken.
In den engen Räumen, mit ihren verräucherten Wänden und Decken, brannten schiefe Lüster; sie waren übermäßig groß, schwer und schienen einem die Luft zu nehmen. Die verblichenen Portieren an den Türen sahen so aus, daß es widerlich war, sie zu streifen.