Hier und dort standen die Menschen in Gruppen; man hörte Ausrufe und Gelächter, — es galt jenen, die so kostümiert waren, daß sie die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenkten.

Der Notar Gudajewskji war als Indianer erschienen; im Haar hatte er Hahnenfedern, seine kupferrote Maske wies grüne, sinnlose Tätowierungen auf; er trug eine Lederjoppe, um die Schultern ein gewürfeltes Plaid und hohe, lederne Stiefel, mit grünen Troddeln. Er fuchtelte mit den Händen, sprang und ging im Turnerschritt, wobei er seine nackten, stark gebogenen Kniee weit vorwarf.

Seine Frau hatte sich als Aehre gekleidet. Sie trug ein buntes Kleid, das aus grünen und gelben Lappen zusammengeflickt war; nach allen Seiten starrte sie von Aehren, die sie überallhin gesteckt hatte. Diese kitzelten und stachen jeden, der ihr in die Nähe kam. Man zupfte und kniff sie. Sie schimpfte wütend:

„Ich werde kratzen!“ quiekte sie.

Ringsherum lachte man.

„Woher hat sie all die Aehren?“ fragte jemand.

„Sie hat im Sommer Vorrat gesammelt,“ antwortete man ihm, „jeden Tag war sie im Felde und hat gemaust.“

Einige bartlose Beamte, — die in die Gudajewskaja verliebt waren und denen darum schon früher mitgeteilt worden war, was sie anhaben würde, — begleiteten sie. Sie sammelten für sie Billette, — fast mit Gewalt, mit Grobheiten. Manchen, die weniger selbständig waren, nahmen sie die Billette einfach aus der Hand.

Aber es gab auch andere kostümierte Damen, die durch ihre Herren Billette für sich sammeln ließen. Andere wieder blickten gierig auf die noch nicht hergegebenen Zettelchen und bettelten darum. Man antwortete ihnen mit Grobheiten.

Eine verzagte Dame, die als „Nacht“ gekleidet war, — sie trug ein blaues Kleid und hatte ein gläsernes Sternchen und einen papierenen Halbmond an der Stirn, — sagte schüchtern zu Murin: