„Geben Sie mir Ihr Billettchen!“

Murin antwortete grob:

„Wer bist du! Dir ein Billett! Ungewaschenes Maul — du!“

Die „Nacht“ brummte böse und ging. Sie wollte zu Hause nur zwei oder drei Billettchen vorzeigen und sagen: seht, — die hat man mir gegeben. Aber bescheidne Hoffnungen sind immer erfolglos.

Die Lehrerin Skobotschkina war als Bärin erschienen, d. h. sie hatte sich einfach ein Bärenfell um die Schultern geworfen, und den Rachen des Bären wie einen Helm auf ihren Kopf über die gewöhnliche Halbmaske gestülpt. Im allgemeinen war das natürlich läppisch; ihrer massiven Struktur aber und ihrer saftigen Stimme stand das wohl an. Die Bärin schritt mit schweren Schritten einher und knurrte durch den ganzen Saal, daß die Flammen in den Kronleuchtern zitterten.

Vielen gefiel das. Sie erhielt nicht wenig Billette. Aber sie verstand es nicht, sie aufzubewahren, und einen findigen Begleiter, wie die andern, hatte sie nicht. Kleine Kaufleute hatten sie betrunken gemacht, aus lauter Mitgefühl für ihre Fähigkeit das Gebaren eines Bären so gut nachzuahmen. Man schrie:

„Seht nur, die Bärin säuft Schnaps.“

Die Skobotschkina konnte sich nicht entschließen, den Schnaps dankend abzulehnen. Sie glaubte eine Bärin müsse Schnaps trinken, wenn er ihr angeboten würde. Bald war sie betrunken; da stahlen ihr Darja und Ludmilla sehr geschickt mehr als die Hälfte ihrer Billette und gaben sie Sascha.

Durch seinen stattlichen Wuchs fiel ein alter Germane auf. Vielen gefiel es, daß er so kräftig gebaut war und daß man seine Arme sehen konnte, gewaltige Arme mit einer vorzüglich entwickelten Muskulatur. Ihm folgten hauptsächlich Damen, und rings um ihn tönte lobendes, wohlwollendes Geflüster. Im alten Germanen glaubte man den Schauspieler Bengalskji zu erkennen. Bengalskji war beliebt. Darum gaben ihm viele ihre Zettel. Man folgerte so:

„Wenn ich den Preis nicht erhalte, so mag ihn ein Schauspieler oder eine Schauspielerin haben. Erhält ihn einer aus unserer Gesellschaft, so quält er einen mit seinen Prahlereien zu Tode.“