Im gleichen Verlage erschien:

M. Artzibaschew

Ssanin

Roman

Einzig autorisierte deutsche Übersetzung von
André Villard und S. Bugow

— 8. Auflage —

Geh. Mk. 5.—, geb. Mk. 6.50

Dieser Roman, der in Rußland eine sexuelle Revolution auslöste und bei Erscheinen der 2. Auflage wegen seiner beispiellosen Wirkungen konfisziert wurde, erregte auch in Deutschland gewaltiges Aufsehen. Fast einstimmig erkannte die deutsche Presse, und darunter namhafte Kritiker, den literarischen Wert und die außerordentlich hohe kulturgeschichtliche Bedeutung des Werkes an.

Kurt Aram schrieb in der „Frankfurter Ztg.“:

„Es wirkt fast wie tragische Ironie, daß dem Prediger der Kreutzersonate gerade in diesen Tagen dieser Gegner erwuchs, dessen „Ssanin“ die schärfste Reaktion gegen Tolstois Weltanschauung bedeutet. Gleich sind beide nur in ihrer leidenschaftlichen Einseitigkeit. Verdammt Tolstoi den Geschlechtsgenuß und rückt er um seinetwillen sogar der Ehe zu Leibe, so bedeutet für den jungen Ssanin der Geschlechtsgenuß das einzige, um dessentwillen zu leben sich lohnt. Darüber wird in unserem Roman sehr viel disputiert, und zwar durchaus nicht in frivoler Weise, sondern mit fast fanatischem, echt russischem Ernst. ... ein Buch von guter literarischer Qualität, dessen größter Wert jedoch sicherlich darin besteht, ein wichtiges Dokument zum Verständnis für den völligen Umschwung im Leben, Fühlen und Handeln der russischen Intelligenz abzugeben.“