Warwara beklagte sich bei der Gruschina über ihre Natalie. Die Gruschina schlug ihr eine andere Magd vor, die sie sehr zu loben wußte, eine gewisse Klawdija. Man beschloß, gleich hinzufahren an den Ssamorodina-Bach. Dort lebte sie nämlich bei einem Akzisebeamten, der in diesen Tagen in eine andere Stadt versetzt worden war. Warwara zögerte nur noch des Namens wegen. Ratlos fragte sie:
„Klawdija? Aber wie soll ich sie denn rufen? Etwa Klaschka?“
Die Gruschina riet:
„Rufen Sie sie doch einfach Klawdjuschka!“
Warwara gefiel das. Sie wiederholte:
„Klawdjuschka, djuschka!“ und lachte heiser. Es muß nämlich bemerkt werden, daß man die Schweine in unserer Stadt „Djuschki“ zu nennen pflegt. Wolodin grunzte und alle lachten.
„Djuschka, Djuschenka,“ flüsterte Wolodin zwischen lauten Lachanfällen. Er machte ein dummes Gesicht und reckte die Lippen vor.
Dann grunzte er und betrug sich so lange läppisch, bis man ihm sagte, daß er langweilig würde. Dann fühlte er sich gekränkt und stand auf, um sich neben Peredonoff zu setzen. Just wie ein Schaf beugte er seine rundgewölbte Stirn vor und stierte andauernd auf das befleckte Tischtuch.
Warwara beschloß gleich auf dem Wege zum Ssamorodina-Bach Stoff für ihr Hochzeitskleid zu kaufen. In die Kaufläden ging sie immer zusammen mit der Gruschina; die half ihr beim Treffen der endgültigen Wahl und bei dem unvermeidlichen Feilschen.
Als Warwara von Peredonoff fortschlich, stopfte sie in die tiefen Taschen der Gruschina für deren Kinder allerlei Leckerbissen, süße Pastetchen und Bonbons. Die Gruschina erriet, daß Warwara ihrer Dienste dringend bedürfe.