„Es sei denn, ich bin wirklich erfreut, von Herzen erfreut,“ redete Wolodin und lachte froh und dumm, während er sein Spiel ansagte, „du bist ein Prachtmensch, Ardascha, und ich habe dich sogar aufrichtig lieb. Freilich hättest du es nicht freundschaftlich gemeint, so wäre es ein ander Ding. Weil du es aber freundschaftlich meinst, so bin ich hocherfreut. Zur Belohnung gebe ich dir ein Aß,“ sagte Wolodin und spielte Trumpf.

Peredonoff hatte in der Tat ein Aß, aber nicht Trumpf, daher verlor er wieder. Geärgert sagte er:

„Du gabst mir ein Aß, aber ich kann’s nicht brauchen, du betrügst,“ brummte er, „ich brauchte Trumpf und was hast du mir gegeben? Was fang ich mit Pik-Aß an?“

Rutiloff wurde witzig:

„Freilich, wozu brauchst du ein Aß, du bist ja selber ein Aas.“

Wolodin meckerte und kicherte:

„Der Inspektor in spe macht eine Wandlung durch: Aß, Aß, Aas.“

Rutiloff schwatzte in einem fort, er erzählte Klatschgeschichten und Anekdoten recht zweifelhaften Inhalts. Um Peredonoff zu ärgern, versicherte er, daß die Gymnasiasten sich schlecht betrügen, besonders jene, welche nicht im Internat lebten: sie rauchen, trinken Schnaps und stellen jungen Mädchen nach. Peredonoff glaubte das. Und die Gruschina bestärkte ihn in diesem Glauben. Solche Geschichten bereiteten ihr ein besonderes Vergnügen: sie hatte nämlich nach dem Tode ihres Mannes die Absicht gehabt, eine Pension für 3-4 Gymnasiasten einzurichten. Der Direktor hatte ihr hierzu die Konzession nicht erteilt, trotz Peredonoffs Fürsprache, — denn die Gruschina stand in schlechtem Ruf. Nun begann sie eifrig jene Frauen zu schmähen, welche Gymnasiasten in Pension hatten.

„Sie bestechen den Direktor,“ erklärte sie. „Solche Frauen gehören zum Gesindel,“ sagte Wolodin mit Nachdruck, „beispielsweise meine Wirtin. Als ich das Zimmer mietete, wurde vereinbart, sie hätte mir jeden Abend drei Glas Milch zu liefern. Schön, einen Monat, den zweiten, war alles in Ordnung.“

„Hast du dich nicht besoffen?“ fragte Rutiloff lachend.