Jedesmal, wenn Peredonoff an dem Garten der Werschina vorbeiging, redete sie ihn an und lockte ihn mit beinah magischen Bewegungen in den Garten. Und er trat ein, ohne es zu wollen, ihrem stillen Einfluß gehorchend. Vielleicht würde es ihr gelingen, schneller als die Rutiloffs ans Ziel zu kommen, dachte sie, denn Peredonoff stand allen Menschen gleich fremd gegenüber und warum hätte er nicht Martha heiraten sollen?

Doch der Sumpf, in dem Peredonoff steckte, war schlammig und zäh, und kein Mittel verfing, ihn da heraus in einen anderen zu zerren.

Auch heute gelang es der Werschina, als Peredonoff nach der Unterredung mit Rubowskji vorüberging, ihn hereinzulocken. Sie war wie immer ganz in Schwarz.

„Martha und Wladja fahren auf einen Tag nach Hause,“ sagte sie und sah zärtlich aus ihren braunen Augen durch den Rauch ihrer Zigarette auf Peredonoff, „Sie sollten zusammen mit den beiden einen Tag im Dorfe zubringen. Ein Knecht ist mit einem Wägelchen gekommen, sie abzuholen.“

„Es wird eng sein,“ sagte Peredonoff verdrießlich.

„Ach was, zu eng,“ entgegnete die Werschina. „Sie werden ausgezeichnet Platz haben. Und wenn es auch etwas eng sein sollte, das ist kein Unglück; es ist ja nicht weit, eine halbe Stunde Fahrt.“

In diesem Augenblick kam Martha aus dem Hause gelaufen, um sich bei der Werschina nach etwas zu erkundigen. Die Freude an der bevorstehenden Fahrt hatte ihre Trägheit verdrängt und ihr Gesicht war lebhafter und fröhlicher als wie gewöhnlich. Nun fingen sie beide an, Peredonoff zur Fahrt ins Dorf zu überreden.

„Sie werden ganz bequem sitzen können,“ beteuerte die Werschina, „Sie neben Martha auf dem Rücksitz und Wladislaus neben Ignaz auf dem Bock. Sehen Sie doch selber, da steht das Wägelchen im Hof.“

Peredonoff ging mit der Werschina und Martha in den Hof; da stand der Wagen. Wladja machte sich daran zu schaffen und verpackte etwas. Der Wagen war ziemlich geräumig. Aber Peredonoff erklärte, nachdem er ihn besichtigt hatte:

„Nein, ich fahre nicht. Es ist zu eng für vier Menschen, außerdem noch allerhand Sachen.“