„Na, wenn Sie meinen, daß es zu eng ist,“ sagte die Werschina, „so kann ja der Junge zu Fuß gehen.“
„Natürlich,“ sagte Wladja und lächelte freundlich, „zu Fuß bin ich in anderthalb Stunden da. Ich werde mich gleich aufmachen, da komme ich noch vor Ihnen an.“
Hierauf erklärte Peredonoff, der Wagen würde rütteln und das könne er nicht vertragen. Man ging in die Laube. Alles war schon fix und fertig zur Abfahrt, nur der Knecht Ignaz aß noch in der Küche und dieses Geschäft besorgte er nachdrücklich und ohne sich zu übereilen.
„Wie lernt mein Bruder?“ fragte Martha. Ein anderes Gesprächsthema fiel ihr nicht ein, und die Werschina hatte ihr schon wiederholt Vorwürfe darüber gemacht, daß sie es nicht verstände, Peredonoff zu unterhalten.
„Schlecht,“ sagte Peredonoff, „er ist faul und gehorcht nicht.“
Die Werschina liebte es, zu schelten. Sie machte Wladja Vorwürfe. Wladja wurde rot und lächelte, zog die Schultern zusammen, als habe er es kalt und hob, wie es seine Gewohnheit war, eine Schulter höher als die andere.
„Das Semester hat eben erst begonnen,“ sagte er, „es wird schon gehen.“
„Man muß gleich von Anfang an lernen,“ sagte Martha im Tone der älteren Schwester und wurde rot.
„Außerdem macht er Unsinn,“ klagte Peredonoff, „gestern betrugen sie sich gerade wie Straßenjungen. Und außerdem ist er frech; noch Donnerstag sagte er mir irgend eine Ungezogenheit.“
Wladja wurde heftig, ganz eifrig erzählte er, immer ein Lächeln auf den Lippen: